
Samstag 6. Juni 2026
Ebnet, 9100 Herisau
Willkomm am
Herisauer
Obedschwinget
Das Herisauer Obedschwinget ist bereits wieder Geschichte. Am Samstag standen zunächst die rund 194 Jungschwinger in den Zwilchhosen, ehe am Abend die 78 Aktivschwinger ins Sägemehl stiegen. Über den ganzen Tag hinweg bekamen die Zuschauer zahlreiche spannende und attraktive Gänge zu sehen. Das Fest erfreute sich eines grossen Zuschaueraufmarschs. Rund 1150 Zuschauerinnen und Zuschauer fanden den Weg auf das Ebnet und sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse. Bei angenehmen Bedingungen und bester Festatmosphäre durften die Organisatoren auf einen rundum gelungenen Schwingtag zurückblicken. Es war ein toller und schöner Tag für Schwinger, Helfer und Zuschauer gleichermassen.
Wittenwiler steht erneut im Schlussgang
Roman Wittenwiler zeigte vor heimischem Publikum einen starken Wettkampf und qualifizierte sich für den Schlussgang. Der Herisauer startete mit einer Punkteteilung gegen den Nidwaldner Gastschwinger Dominik Hess ins Fest. Anschliessend gewann er drei Gänge in Folge und brachte sich damit in eine ausgezeichnete Ausgangslage. Im fünften Gang musste er gegen den Berner Oberländer Damian Dubach nochmals eine Punkteteilung hinnehmen. Dank seiner starken Tagesleistung qualifizierte sich Wittenwiler dennoch für den Schlussgang. Bereits 2024 hatte er das Herisauer Obedschwinget gewonnen und durfte nun erneut um den Festsieg kämpfen. Im Schlussgang traf er auf den Davoser Christian Biäsch. Der Bündner erwischte den besseren Start und konnte Wittenwiler bereits nach rund drei Minuten mit einem Konter auf den Rücken legen. Damit sicherte sich Biäsch den Sieg am Herisauer Obedschwinget und durfte das von Peter Hafner gespendete Rind in Empfang nehmen.
Starke Leistungen der Appenzeller Schwinger
Die Appenzeller Schwinger wussten vor heimischem Publikum zu überzeugen. Von den insgesamt 31 Auszeichnungen blieben gleich 18 in Appenzeller Händen. Der Schwingklub Herisau durfte vier Auszeichnungen feiern, Wolfhalden deren zwei, Appenzell sechs und der Schwingklub Gais ebenfalls sechs. Hinter dem Festsieger Christian Biäsch klassierte sich direkt der heimische Eidgenosse Martin Roth auf dem hervorragenden 2. Rang. Roth zeigte einen starken Wettkampf und durfte bis zum Schluss auf den Festsieg hoffen. Hätte der Schlussgang keinen Sieger hervorgebracht, wäre der Herisauer als Festsieger hervorgegangen. So muss Roth weiterhin auf seinen ersten Sieg am Heimfest seines Schwingklubs warten. Ebenfalls starke Leistungen zeigten die weiteren Appenzeller. Marco Graf klassierte sich auf dem ausgezeichneten 4. Rang. Auf dem 5. Rang reihten sich Roman Wittenwiler, Mario Bösch, Andreas Inauen und Flavio Sutter ein. Auch Kevin Sutter und Dominik Brülisauer wussten zu überzeugen und sicherten sich auf dem 6. Rang ebenfalls eine Spitzenklassierung. Auch viele weitere Appenzeller Schwinger zeigten vor heimischem Publikum starke Leistungen und wussten mit engagierten Auftritten zu überzeugen. Die Leistungen der gesamten Delegation waren erfreulich, jedoch würden die zahlreichen guten Resultate den Rahmen dieses Berichts sprengen.
Auch die Gastschwinger konnten erfreuliche Resultate verbuchen. Die Berner Oberländer der Schwingersektion Reichenbach sicherten sich zwei Auszeichnungen. Dario Bühler klassierte sich auf dem starken 4. Rang, während Damian Dubach den 8. Rang erreichte.
Die Nidwaldner Gäste durften sich sogar über drei Auszeichnungen freuen. Jonas Durrer klassierte sich auf dem 4. Rang, Dominik Hess auf dem 7. Rang und Lorenz Hess auf dem 9. Rang. Damit hinterliessen auch die Gastschwinger einen starken Eindruck auf dem Ebnet.
Auch der Nachwuchs überzeugt
Auch bei den Jungschwingern wurde den Zuschauern attraktiver Schwingsport geboten. Im Jahrgang 2017–2019 standen mit Tijs Fässler und Andreas Rüttimann zwei Appenzeller im Schlussgang. Dabei setzte sich Fässler durch und durfte sich als Festsieger feiern lassen. Insgesamt blieben in dieser Kategorie acht Auszeichnungen auf Appenzeller Boden.
Im Jahrgang 2015–2016 kam es zu einem vereinsinternen Schlussgang des Schwingklubs Flims. Magnus Caduff bezwang Jano Räss und sicherte sich den Kategoriensieg. Auch in dieser Kategorie waren die Appenzeller Nachwuchsschwinger stark vertreten und durften insgesamt 19 Auszeichnungen entgegennehmen.
Im Jahrgang 2013–2014 wurde der Festsieg ebenfalls unter zwei Bündner Schwingern ausgemacht. Niclas Dönz setzte sich gegen Mauro Beeli durch und gewann seine Kategorie. Die Appenzeller Jungschwinger konnten sich auch hier hervorragend in Szene setzen und sicherten sich sieben Auszeichnungen.
Die grosse Anzahl an Auszeichnungen zeigt einmal mehr die starke Nachwuchsarbeit in den Appenzeller Schwingklubs und unterstreicht die Breite des Schwinger Sports im Kanton.


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