Obedschwinget
Rückblick
Poltera Andrin brilliert
Das Herisauer Obedschwinget ist bereits wieder Geschichte. Trotz des etwas kleineren Teilnehmerfelds – nicht zuletzt wegen des bevorstehenden Glarner-Bündner Kantonalschwingfests – zeigten die 86 angetretenen Schwinger starken und sehenswerten Schwingsport im Rahmen eines wettkampfmässigen Trainings.
Bei wechselhaften Wetterbedingungen mit Wind, Regen und gelegentlichen Sonnenstrahlen fanden rund 800 Zuschauer den Weg auf den Sportplatz Ebnet. Sie wurden mit packenden Duellen und engagierten Leistungen belohnt. Den Löwenanteil der Teilnehmer stellte einmal mehr der einheimische Appenzeller Schwingerverband – entsprechend war die Favoritenrolle früh vergeben.
Als einziger Eidgenosse im Teilnehmerfeld wurde Martin Roth seiner Rolle als Mitfavorit von Beginn an gerecht und startete souverän in den Wettkampf.
Poltera holt sich seinen ersten Festsieg
Der Urnäscher Andrin Poltera feierte am Herisauer Obedschwinget seinen ersten Triumph – und dies auf heimischem Boden. Den Grundstein für seinen Erfolg legte er bereits im ersten Gang mit einem Sieg über den Teilverbandskranzer Thomas Koch. Danach liess er mit einem weiteren Erfolg gegen Flavio Lenherr nicht locker. Auch im dritten Gang überzeugte Poltera und bezwang Sandro Fitze mit der Maximalnote.
Im vierten Gang kam es zum Duell der beiden Führenden: Poltera traf auf Marcel Mösli, der wie er drei Siege auf dem Konto hatte. Doch auch der Kranzschwinger konnte dem energischen Vorstoss des Urnäscher Talents nichts entgegensetzen. Anschliessend setzte sich Poltera gegen Mario Bösch durch und qualifizierte sich ungeschlagen für den Schlussgang. Dort kam es zum vereinsinternen Duell gegen den Eidgenossen Martin Roth, der ebenfalls mit fünf Siegen in den Schlussgang eingezogen war. Die Gangdauer war auf zehn Minuten angesetzt – und die beiden Appenzeller lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Erst in der letzten Minute entschied Poltera mit einem sehenswerten Konter über das Knie herab den Gang für sich – und sicherte sich so verdient seinen ersten Festsieg seiner Karriere.
Starke Leistung der Appenzeller Schwinger
Von den insgesamt 25 vergebenen Auszeichnungen blieben gleich 16 im Appenzellerland. Der Schwingklub Herisau setzte dabei ein deutliches Ausrufezeichen und sicherte sich mit acht Auszeichnungen die meisten. Dahinter folgten der Schwingklub Appenzell mit vier, der Schwingklub Gais mit drei sowie der Schwingklub Wolfhalden mit einer Auszeichnung.
Hinter Festsieger Andrin Poltera belegte Roman Wittenwiler vom organisierenden Klub Herisau den starken zweiten Rang. Direkt dahinter folgt sein Klubkollege und Schlussgangteilnehmer Martin Roth auf dem dritten Platz. Ebenfalls in den vorderen Rängen klassierten sich Marcel Mösli, Andreas Inauen und Thomas Koch, die sich gemeinsam den fünften Schlussrang teilen.
Besonders hervor stachen die bestklassierten Nichtkranzer: Flavio Sutter, Marco Graf, Sandro Fitzi und Matthias Jäger zeigten starke Leistungen, verbuchten jeweils vier Siege und sicherten sich damit verdient den sechsten Schlussrang.
Auch die Gäste aus dem Berner Oberland gingen nicht leer aus: Marcel von Känel vom Schwingklub Reichenbach sicherte sich mit dem neunten Rang die einzige Auszeichnung für die Berner Delegation.
Nachwuchsschwinger Sutter & Fässler holen sich den Kategoriensieg
Bereits am frühen Morgen eröffneten rund 198 Jungschwinger das Herisauer Buebe- und Obedschwinget und sorgten in vier Alterskategorien (Jahrgänge 2009 bis 2016) für spannende Duelle und ansprechenden Schwingsport. Die Appenzeller Nachwuchsschwinger zeigten sich in starker Form und sicherten sich die Hälfte der Kategoriensiege.
In der jüngsten Kategorie (2016–2017) durfte sich Yuri Fässler über den Tagessieg freuen, während Kevin Sutter in der ältesten Kategorie (2009) den Sieg ins Appenzellerland holte. In der zweitjüngsten Kategorie (2014–2015) setzte sich der Berner Gast Elia Jaggi durch, bei den Jahrgängen 2010–2011 triumphierte Hendrik Haas aus dem Kanton Thurgau.
Auch bei den Auszeichnungen war das Appenzeller Nachwuchsteam gut vertreten: In der Kategorie 2010–2011 holten sich neun Jungschwinger eine Auszeichnung, in der Kategorie 2012–2013 waren es zehn. In der Gruppe der Jahrgänge 2014–2015 erhielten elf Appenzeller eine Auszeichnung, und bei den Jüngsten (2016–2017) durften sich sogar 16 Nachwuchsschwinger über eine verdiente Anerkennung freuen.
| 2009 1a | Burkhalter Stefan | Homburg | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2009 1b | Bless Michael | Gais | |||
| 2010 1. | Bless Michael | Gais | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2011 1. | Signer Emil | St. Peterzell | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2012 1. | Signer Emil | St. Peterzell | Rangliste | Statistik | |
| 2013 | abgesagt | ||||
| 2014 1. | Signer Emil | St. Peterzell | Rangliste | Statistik | |
| 2015 1. | Zwyssig Raphael | Gais | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2016 1. | Hersche Martin | Appenzell | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2017 1. | Hersche Martin | Appenzell | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2018 | Kein Obedschwinget (wegen NOS) | ||||
| 2019 1. | Kuster Marcel | Appenzell | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2020 | abgesagt | ||||
| 2021 1. | Schlegel Werner | Hemberg | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2022 1. | Dominik Schmid | Herisau | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2023 1. | Koch Reto | Gonten | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2024 | Roman Wittenwiler | Schwellbrunn | Rangliste | Statistik | Bilder |
| 2025 | Poltera Andrin | Urnäsch | Rangliste | Statistik |